Artikel in November 2008

Schafkopf – die Sonderspiele

Teil 1: Schafkopf – das Sauspiel

Die wirklich vollständigen Schafkopfregeln sind für viele Menschen ein Buch mit sieben Siegeln. Allein die Tatsache, dass man eventuell bis zur letzten gespielten Karte warten muss, bis man weiß, wer beim Sauspiel der Partner am Tisch ist, ist befremdlich. Auch andere Besonderheiten wirken für den nicht sachkundigen Beobachter komisch bis abenteuerlich. So sticht zum Beispiel beim Schafkopfen die Zehn den König – obwohl sie in der aufsteigenden Reihenfolge ja unter diesem liegt. Wer die grundlegenden Regeln des Sauspiels verstanden hat, kann sich an das Erlernen der Sonderspiele machen.

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Von Flo am Nov 06, 2008

Schafkopf – Ausdruck bayerischer Kultur und Lebensart

So wie die Schürze zum Dirndlkleid, der Gamsbart zum Tirolerhut gehört, so gehört das Schafkopfen zu Bayern. Kaum ein bayrisches Dorf hat nicht ein Wirtshaus, in dem nicht regelmäßig die Karten geklopft werden. Da heißt es Solo, Kontra und Re, Wenz, oder Sauspiel, und dann wird gespielt nach Teufel komm raus. In den Farben Eichel, Gras, Herz und Schellen werden die Tarock-Karten auf den Tisch gelegt, geworfen oder mit Nachdruck auf den Tisch geknallt.

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Von Flo am Nov 06, 2008