Unreiner Schafkopf - Die Hochzeit

Heute soll die Reihe über den unreinen Schafkopf zu einem Ende geführt werden. Beim letzten Mal haben wir den Bettel, bei dem es zahlreiches Feedback von eurer Seite gab. Auch wenn der Bettel sowohl beim echten Schafkopfen in der Kneipe als auch beim schafkopfen online immer wieder kontrovers diskutiert wird, so kamen wir das letzte Mal zu dem Schluss, dass der Schafkopf als variantenreiches und traditonelles Kartenspiel natürlich auch für exotische Spiele immer einen Platz findet. Genau so verhält es sich nämlich auch mit dem nächsten Spiel, dass wir an dieser Stelle vorstellen wollen: Der Hochzeit.

Die Hochzeit wird im Vergleich zu den anderen exotischen Spielen, die vom reinen Schafkopf abweichen, sicher noch weniger gespielt und ist sehr regional beschränkt. Die Hochzeit ist im Grunde dafür da, einem Spieler das Spielen zu ermöglichen, der nur einen einzigen Trumpf besitzt. Der Spieler mit nur einem Trumpf sagt eine Hochzeit an und legt seinen einzigen Trumpf verdeckt auf den Tisch. Die anderen Spieler werden nun reihum gefragt und ein Spieler, der diese Hochzeit annehmen will, nimmt diesen Trumpf auf und gibt eine Nicht-Trumpfkarte seiner Wahl an den Hochzeiter ab. Daraufhin wird das Spiel wie ein ganz normales Rufspiel gespielt, ohne dass ein Ass zwingenderweise angegeben werden muss und mit dem Wissen, dass ein Spieler keinen einigen Trumpf besitzt.

Dieses Spiel lohnt sich also durchaus, wenn ein Mitspieler beispielsweise ein Solo-Blatt auf der Hand hat, sich dieses aber nicht spielen traut oder wenn der Hochzeiter viele Asse auf der Hand aber nur einen einzigen Trumpf hat und selbst kein Rufspiel spielen kann.